Kindheitserinnerungen – Feiner Sauerkirschkuchen

Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke kommen mir gleich die verschiedensten Düfte in die Nase.
Die Nase ist ein einzigartiger Zeitzeuge: An die frühen Gerüche aus
unserer Kindheit können wir uns bis an unser Lebensende erinnern.
Immer wenn ich bei meiner Uroma zu Besuch war roch es irgendwie nach Grießbrei mit Zucker und Zimt. Auch wenn es nicht immer Grießbrei gab war dieser zimtig, zuckrige Duft aus ihrer Dachwohnung nicht mehr hinauszubekommen.
Wenn heute der Duft von Zimt und Zucker  irgendwo an meiner Nase vorbeigeflogen kommt,
kommen Erinnerungen aus den hintersten
Winkeln meines Gehirns hervor, die mich zurück in meine Kindheit katapultieren.
Und schon bin ich wieder in meiner Kindheit, hüpfe durch den mit Schneeglöckchen übersäten  Garten und klettere auf Apfelbäumen herum, die fast bis in den Himmel reichen. Nostalgie macht
sich breit.
So in etwa fühle ich auch wenn ich den feinen Sauerkischkuchen backe. Das Rezept hat meine Uroma für meine Mutter aufgeschrieben und irgendwann ist es dann bei mir gelandet.
Feiner Sauerkirschkuchen
Zutaten:
200g Butter
250 g Zucker
4 Eier
1 Tel. Zimt
2-3 Eßl. Schnaps
125 g geriebene Mandeln
125 g Mehl
1 Tel. Backpulver
100g geriebene Blockschokolade
1 Glas Sauerkirschen abgetropft
Zubereitung
Eier trennen. Eiweiß zu Schnee schlagen.
Butter schaumig rühren. Eigelb und Zucker abwechselnd unterrühren. Zimt, Schnaps, Mandeln, Schokolade Mehl und Backpulver dazugeben.
Zuletzt den Eischnee mit den Sauerkirschen unterheben.
Bei 180°C  etwa 60 Minuten backen.
♥Die Sauerkirschen hatte meine Oma nicht mit aufgeschrieben. Da es aber ein Sauerkirschkuchen ist, kann das Glas Sauerkirschen im Teig nicht ganz verkehrt sein♥
Da  dieser Post heute wieder bei Ina verlinkt wird und es um  das Thema Köstliche Kindheitserinnerungen geht, habe ich zum Servieren mein altes Puppenservice hervorgekramt.
Das Service ist noch von meiner Mutter, es ist eigentlich das einzige Erinnerungsstück welches ich von meiner Mutter noch habe. Alle anderen Spielsachen die ich noch von meiner Mutter hatte räumte mir meine Tante nach dem Tod meiner Mutter aus dem Kinderzimmer und nahm sie zu sich.
An was für Gerüche aus Eurer Kindheit könnt Ihr Euch noch erinnern und was lösen sie bei Euch aus?
Viele liebe Grüße
Silke
Verlinkt mit #letscooktogether2017

By houseno37

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16 comments

  • Loretta Niessen

    10. März 2017 at 10:06

    Liebe Silke,
    wie lecker…Ich würde gerne ein Stück von diesem köstlichen Kuchen essen.
    Ich habe mit großem Appetit den Mohnkuchen meiner Mutter gegessen. Ab und zu schaffe ich es zeitlich auch selber ihn zu backen.
    Liebe Grüße
    Loretta

  • PepeB

    10. März 2017 at 11:42

    Den Kuchen kenne ich als "Omas schneller Kirschkuchen" und ich habe ihn erst spät in meinem Leben probiert. Als Kind stand ich auf die schlichte Sauerkirschtorte, Biskuitboden, Sauerkirschen, Tortenguss und Schlagsahne (typischer Schrebergarten-Sommer-Geburtstagskuchen).
    Ganz liebe Grüße Petra

  • Eva-Maria H.

    10. März 2017 at 16:18

    Auch ich kenne diesen Kuchen noch von der Oma und von der Mutter.
    Allerdings kam hier gemahlenes Schwarzbrot neben Schoko und Nüssen mit rein und
    Schwarzwälder Schladerer Kirschwasser, das gab so einen ganz ganz tollen Geschmack, ich muß den Kuchen mal machen, vielleicht hast du mal Lust zu Kaffee, dann backe ihc ihn. Allerdings in den nächsten Wochen wird es nix, ich muß Enkel hüten und haben somit neben den Senioren jeden Tag zu tun. Meine Schwiegertochter arbeitet wieder an 2 Tagen der Woche und die anderen sind mit Senioren besetzt. Manchmal denke ich, wie soll ich das nur alles schaffen, aber es geht immer wieder weiter.

    Alles Liebe und gute Besserung.

    Lieben Gruß Eva

  • Karen N.

    10. März 2017 at 16:26

    Liebe Silke!
    Den Kuchen kannte ich noch nicht, danke für das Rezept, dürfte recht einfach nachzumachen sein. Schön, wie Du heute in Kindheitserinnerungen schwelgst. Meine Oma hat immer gebackene Apfelspalten mit Zucker und Zimt für mich gemacht und das beste Erdäpfelgulasch der Welt. Danke für den schönen Denkanstoß,
    ganz liebe Grüße
    Karen

  • Seelenbotschaft

    10. März 2017 at 16:46

    Liebe Silke,
    mit Düften geht es mir genau wie Dir, da kommen auch bei mir viele Erinnerungen an die Kindheit hoch. Und die Rezepte der Uromas und Omas liebe ich heute noch, gerade in Bezug auf das Backen. Danke fürs Teilen!

    Ganz viele liebe Grüße, Lill ♥

  • Christel Harnisch

    10. März 2017 at 17:39

    Oh den gab es bei uns auch oft…. Arabischer Kirschkuchen hieß er bei uns….lach….Lecker, Kirschen gehen bei mir ja immer wie du weißt ♥
    Liebste Grüße
    Christel

  • Heidi M.

    10. März 2017 at 17:54

    Liebe Silke,
    dein Kuchen sieht so saftig aus, ich liebe nässende Kuchen. Die Erinnerungen kenn ich auch noch Griessbrei war wohl ein Leibgericht bei unseren Uromas 😉
    Dir wünsche ich eins schönes Wochenende und "ä Guete" zum Kuchen
    Lieber Gruss
    Heidi

  • kleine blaue Welt

    10. März 2017 at 19:07

    Liebe Silke,
    danke für das schöne Rezept und niedlich, daß deine Uroma die Sauerkirschen vergessen hat aufzuschreiben:)
    Das Geschirr ist ja auch süß!
    Ich kann mich noch gut an den Geruch in der Speisekammer bei meiner Oma erinnern.
    Ein sonniges Wochenende wünscht dir
    Kristin

  • Gabi

    11. März 2017 at 08:25

    Liebe Silke, hat sich wohl in deiner Region verbreitet, das Rezept, ich kenn und liebe den Kuchen auch!
    Hab ein feines Wochenende
    Liebe
    Grüße
    Gabi

  • Christine G.

    11. März 2017 at 19:23

    Liebe Silke, du tischst uns ja in letzter Zeit ganz viele leckere Sachen auf. Der Kuchen schaut verdammt lecker aus und wurde durch dich zusammen mit dem Geschirr und den Frühjahrsblühern so liebevoll arrangiert. Freue mich, dass du bei meinem kleinen Give Away dabei bist. Bin auch gerade noch bei dir in den Lostopf gesprungen. Es ist ja noch nicht zu spät gewesen. Dir ein tolles Wochenende. Liebste Grüße. Christine

  • Kath rin

    11. März 2017 at 20:49

    Liebe Silke, ich erinnere mich gerne an den Duft von Marmorkuchen in der Küche daheim. Das Rezept habe ich natürlich bei meinem Umzug mitgenommen und backe es immer wieder sehr gerne nach.

    lg kathrin

  • Heidi

    11. März 2017 at 22:51

    Liebe Silke,
    auch meine Völklinger-Oma hat für uns Kinder oft einen Kuchen mit Zimt gebacken. es war ein sog. Blitzkuchen! Hefeteig herstellen, ausrollen, auf´s Blech mit Zimtzucker bestreuen und Butterflöcken darauf geben – ab in den Ofen. Nach ca. 20 Minuten ist er fertig (kommt natürlich auf die Dicke des Teigs an…) und schmeckt halbwarm ganz wunderbar!!! Ich backe diesen Kuchen übrigens heute als Oma auch für meine Enkelkinder , und sie sind ebenso begeistert davon…Ich glaube, das wird eine Generationengeschichte…denn sowohl Tochter als auch Enkelin backen in schon heute…
    Jetzt fühle Dich einfach einmal gedrückt und alles Liebe für Dich
    Heidi

  • Jani

    12. März 2017 at 12:35

    Bei mir sind es die Adventsplätzchen von Oma ,
    die ich mittlerweile nur Backe . Und dann zieht da
    dieser altbekannte erinnerungsbeladene Duft durch
    MEINE WOHNUNG , wie fein .
    Ja ich kann auch ganz viel mit Gerüchen verbinden .
    Oh man der Kuchen scheint auch lecker , oh je ich
    komm garnicht dazu all die Rezepte selbst auszuprobieren .
    LG JANI

  • Villa Galanthus

    13. März 2017 at 15:03

    Wundervoll diese alten Familienrezepte. Meine Mam hat auch ein Buch mit vielen überlieferten Rezepten und ich habe jetzt angefangen eines zu schreiben mit meinen Lieblingsrezepten. Ich kann mich ad-hock an gar kein Lieblingsessen-Geruch erinnern, aber ich genieße es immer sehr, wenn ich zu meiner Mam fahre und sie koch- ich liebe ihr Essen. Herzliche Grüße Michi

  • white and vintage

    14. März 2017 at 20:18

    Liebe Silke,
    ja, da geht es mir genau gleich. Wenn ich Zimt rieche, denke ich auch immer an Grießbrei, den ich als Kind so liebte. Dein Kirschkuchen schaut sehr lecker aus. Das Rezept muss ich unbedingt ausprobieren. Danke dafür.
    Ganz liebe Grüße,
    Christine

  • Schöne Dinge von Sonnenblume

    17. März 2017 at 09:43

    Das Rezept klingt lecker. Leider haben wir keine Sauerkirschen im Garten…
    Falls noch Platz ist, wenn die Halle fertig ist, dann kommt noch eine auf das Grundstück…
    Grüße Sonnenblume

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