Gedanken wie Wasserfälle

Am Sonntag bei einem
langen Spaziergang mit herrlichstem Sonnenschein und eisiger Luft
konnte ich meine Gedanken einmal auf Reisen schicken. Es gingen mir
so viele Dinge durch den Kopf. 
Ich habe lange
überlegt, ob ich überhaupt darüber schreiben und euch damit
belasten soll, aber mein Blog ist manchmal so eine Art von
Seelenventil für mich und jetzt lasse ich es einfach mal raus.

Was zur Zeit ein
großes Thema für mich ist, ist der Neid und Missgunst in
Freundschaften; oder auch einfach: Das Gefühl zu haben, von anderen
ausgenutzt zu werden. 
 
Von einigen dieser
Freundschaften habe ich mich inzwischen distanziert und komme damit
gut zurecht. Ich fühle mich sogar regelrecht befreit.
Wer mich besser kennt
weiß, dass ich ein sehr offener Mensch bin. Ich gebe viel von mir
Preis, leider auch viel zu oft Dinge, die ich im Nachhinein lieber
für mich behalten hätte.
Ich habe
Freundschaften geschlossen mit Mädels die ich wirklich sehr gerne
hatte. Dabei habe ich mich dementsprechend geöffnet und musste am
Ende feststellen, dass ich sie anscheinend doch mehr mochte, als sie
mich.
Wann immer ich etwas
unternommen habe, bei dem ich wusste dass meine Mädels auch Spaß
daran hätten, habe ich gefragt ob sie mitkommen wollen oder habe sie
zumindest darüber informiert was momentan so läuft. Ich hatte oft
das Gefühl als ob ich einen „Newsletter-Buton“ auf meiner Stirn
hätte.
Irgendwie fühlte ich
mich wie ein offenes Buch, habe Tipps weitergegeben, einfach, weil
ich mich gefreut habe, wenn sich jemand darüber freut.
Für mich stand außer
Frage, dass ich das alles sicherlich zurückbekommen würde, sobald
irgendwer einmal etwas für mich tun könnten. Leider habe ich mich
da offensichtlich getäuscht.
Die Zeit verging und
mir wurde immer mehr bewusst, dass sie eigentlich lieber ihr eigenes
Ding ohne mich machten. Mich mal zu fragen ob ich irgendwo mit
hingehe oder mich gar mitzunehmen kam nicht in die Tüte.
Vorne herum waren sie
aber für alles so dankbar, was ich getan hab. 
 
Jetzt bin ich einfach
enttäuscht und verletzt über die Missgunst und die Unehrlichkeit,
die mir entgegengebracht wurde.
Vielleicht sehe ich
das ja auch falsch, vielleicht bin ich auch nur enttäuscht über
meine Eigene Erwartung.
„Auch
eine Enttäuschung, wenn sie nur gründlich und endgültig ist,
bedeutet einen Schritt vorwärts.“
Max
Planck
Am
allermeisten ärgere ich mich mal wieder über mich selbst, darüber,
dass ich zu viel Gutes in anderen Menschen gesehen habe und mal
wieder nicht an mich selbst gedacht habe. Ich sollte das jetzt
vielleicht auch positiv sehen:
Ich
habe eine Täuschung durchschaut und erkannt , bin wahrscheinlich
einen Schritt weiter – weh tut es trotzdem. Und ich bin noch
meilenweit davon entfernt, über solchen Sachen zu stehen.
Jemandem zu helfen ist
für mich nach wie vor selbstverständlich nur werde ich in Zukunft
mehr darauf achten, mich selbst nicht zu vergessen.
Bin ich so leichtgläubig oder aber nur extrem empfindlich?  Geht es dem ein oder anderen von euch
auch manchmal so? Das wäre wirklich beruhigend.
Ich
hoffe jetzt dass hier niemand diesen Post in den falschen Hals
bekommt. Mit diesen Worten meine ich ganz sicherlich keine meiner
Bloggerfreundschaften ♥♥♥. Hier habe ich vielmehr die
Möglichkeit mir das mal von der Seele zu schreiben.
Viele liebe Grüße
Silke

By houseno37

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